Porträt von Pavel Florenskij

Eine Vita

Der nachfolgende Artikel entstand aus Anlass einer Vater Pavel gewidmeten Ausstellung im Dezember 2012, der russische Originalartikel von Julia Makovejčuk ist auf pravmir.ru hier zu finden. Der Artikel vermittelt einen guten Überblick über die erstaunliche Vielseitigkeit von Vater Pavel, der zuweilen schon mal als “russischer Leonardo” bezeichnet wird.

Pavel Florenskij wurde am 9. Januar 1882 in der Nähe der Stadt Yewlax (heute Aserbaidschan) geboren. Die Eltern gaben dem Kind seinen Namen zu Ehren des heiligen Paulus.

Florenskijs Mutter Olga (Salomija) Pavlovna Florenskaja, geboren Saparova (1859 – 1951), entstammt väterlicherseits dem alten Geschlecht der armenischen Fürsten Melik-Begljarov, seitens ihrer Mutter dem bekannten georgischen Stamm der Paataschwilis. Florenskijs Vater war Alexander Florenskij (1850 – 1908), Sohn eines Militärarztes, und Absolvent des Instituts für Verkehrswege in St. Petersburg. Er baute Straßen und Brücken im Kaukasus; war ein bedeutender Ingenieur, später Stellvertreter des Gebietsleiters Kaukasus für Verkehrswege, mit dem Amt eines wirklichen Staatsrats.

О.П. Флоренская в московской квартире (Долгий переулок). Конец 1920-х. Цифровая печать со стеклянного негатива
Olga Pawlowna Florenskaja in der Moskauer Wohnung, Ende der 1920er Jahre.
Olga Pawlowna stammte aus einer alten armenischen Familie, heiratete 1908 den Bauingenieur Alexander Florenskij und zog sieben Kinder auf. 1915, nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Tochter, zog Olga aus Tiflis nach Moskau, wo sie zunächst mit den jüngeren Kindern lebte (die Wohnung in Dolgij Pereulok, Budenyj-Straße 16/12 ist heute eine Pavel Florenskij gewidmete Museumswohnung). Während des 1. Weltkriegs lebte sie in Sergiev Posad, in der Familie der Schwiegertochter Anna Michailovna, kehrte dann nach Moskau in ein Zimmer der zum Gemeinschaftsquartier umgewandelten Wohnung zurück.

Zurückhaltend, verschlossen, stolz und schüchtern in der Manifestation von Gefühlen, übertrieben schamvoll vor mir seit der Kindheit – als sie Kinder gebar und aufzog, erschien sie mir von den ersten Tagen meines Existenzbewusstseins an als besonderes, sozusagen lebendiges Naturphänomen – sorgend, gebärend, wohltätig, doch zugleich entfernt und unzugänglich.

Pavel über seine Mutter

Die Ehe der Florenskijs zeichnete sich durch erstaunliche Harmonie aus, die Priorität des Familiären gegenüber allem anderen wurde nie in Frage gestellt. Pavels Schwestern und Brüder Julia, Elisabeth, Alexander, Olga, Raisa und Andrej wurden alle nach ihm geboren. Die edle Herkunft der Eltern war nie Gesprächsgegenstand – auf Fragen nach dem Stammbaum erhielt der kleine Pavel ausweichende Antworten. Später sollte ihm durch Forschung in Archiven und Büchern die, wie er schrieb, “genealogische Wiederherstellung der Vergangenheit” gelingen.

Семья Флорнеских. Слева направо: А.П.Флоренский (отец), Р.А.Флоренская (сестра), О.А.Флоренская (сестра), П.А.Флоренский, Е.П.Сапарова (в замужестве Мелик-Беглярова), Е.А. Флоренская (сестра), О.П. Флоренская (мать), Ю.А.Флоренская (сестра), А.А.Флоренский (брат). Тифлис, октябрь 1899. Серебряно-желатиновый отпечаток
Die Familie Florenskij: von links nach rechts: Vater Alexander Florenskij, die Schwestern Raisa und Olga, Pavel, E. Melik-Begljarova geb. Saparova, Schwester Elisabeth, Mutter Olga und Schwester Julia. Tiflis, Oktober 1899

Im Herbst 1882 zog die Familie nach Tiflis. Die gastfreundliche Stadt zeichnete sich durch eine Verbindung antiker Wurzeln mit turbulentem weltlichem Leben, von hartem Handwerkeralltag und multinationaler Buntheit aus. Der kleine Pavel wurde in einem alten Gotteshaus am Fuße des Berges Mtazminda getauft, in der Nähe des Grabes von Alexander Griboedov.

Павел Флоренский с братом Александром. Тифлис, около 1890. Серебряно-желатиновый отпечаток
Pavel mit seinem Bruder Alexander. Tiflis, um 1890.
Alexander Florenskij (1888–1937) war Geologe, Archäologe, Ethnograph. Er war Forscher am Peterhof-Institut der Sowjetunion und forschte im Kaukasus, später in Sibirien und Kamtschatka. Verhaftet unter dem Vorwurf der konterrevolutionären Verschwörung (1937), zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt, ins Exil nach Kolyma geschickt, verstorben an einem Herzinfarkt, später rehabilitiert (1956).

Der Familien- und Kinderkult ist auch typisch für Pavel Florenskij selbst. 1910 heiratete er die Grundschullehrerin Anna Michajlovna, geborene Giacintova (1889-1973). Seine Auserwählte stammte aus der Provinz Rjasan, wuchs in der Familie des Grundbesitzers Shilovskij auf. In der frühen Kindheit verlor sie ihren Vater, half ihrer Mutter bei der Erziehung von fünf Brüdern. Nach der Heirat zogen die Florenskijs nach Sergiev Posad. Anna war eine bescheidene, liebevolle, äußerst fürsorgliche Frau und Mutter von fünf Kindern – Vasilij, Kirill, Michail, Olga und Maria (Tinatin). Zusammen mit ihren jüngeren Kindern begleitete Anna Michajlovna Pavel in die Verbannung nach Nizhnij Novgorod und in den Fernen Osten in die Stadt Skokorodino. Sie war es, die das Haus in Sergiev Posad und das handschriftliche Erbe von Pavel Florenskij bewahrte.

Дом в Сергиевом Посаде. А.М.Флоренская со своей матерью Н.П.Гиацинтовой и детьми (слева направо): Михаил, Ольга, Мария, Кирилл (стоит). Около 1928. Цифровая печать со стеклянного негатива
Im Haus in Sergiev Posad. Anna Florenskaja mit ihrer Mutter N. P. Hiacintova und den Kindern (v.l.n.r.): Michail, Olga, Maria, Kirill (stehend). Um 1928.

Im Alter von 17 Jahren wendet sich der junge Florenskij tief und aufrichtig der Religion zu. Die Eltern überzeugen ihren Sohn jedoch, eine universitäre Ausbildung für eine künftige wissenschaftliche Tätigkeit zu durchlaufen. Trotz seiner Meinungsverschiedenheiten mit ihnen und seiner allgemeinen weltanschaulichen Krise beendet Pavel das Gymnasium als Bester, mit einer Goldmedaille.

1900 tritt Pavel in die Abteilung für Physik und Mathematik der Universität Moskau ein. Zu seinen Lehrern gehören Koryphäen der Wissenschaft, wie Professor N.V. Bugaev, N.E. Žukovskij, S. N. Trubeckoj, L.M. Lopatin, L. K. Lachtin. Florenskij beabsichtigt ein großes philosophisches und mathematisches Werk, “Die Unstetigkeit als Element der Weltanschauung”. Gleichzeitig nimmt er an einem philosophischen Seminar teil, das sich mit Kunstgeschichte beschäftigt.

П.А.Флореский. Иллюстрация «Фонавтограф Скотта-Кенинга и образцы записи». 1908-1909
Pavel Florenskij. Illustration “Der Phonoautograph von Scott-Koenig sowie Beispiele für dessen Aufzeichnungen”, 1908-1909
1857 erfand der französische Wissenschaftler Leon Scott den Phonoautograph, das erste Aufnahmegerät derWelt. Rudolph Koenig (1832-1901) perfektionierte Scotts Apparat mit einem parabolförmigen Trichter. Später entwickelten sich daraus Phonograph und Grammophon.
.А.Флоренский. Иллюстрация «Экспериментальное исследование слова ки-пя-ток. Фонограмма по изысканию проф. Богородского». 1908-1909
Pavel Florenskij: Illustration “Experimentelle Untersuchung des Wortes ki-pja-tok (Heißwasser). Phonogramm nach Prof. Bogorodskij”. 1908-1909
Florenskij schrieb: dazu in seinem Werk “Der Aufbau des Wortes (Stroenie slova)” : “Bei der Verwendung verbindet das Wort antinomisch Monumentalität und Empfänglichkeit. … Nehmen wir zum Beispiel das Wort kipjatok (kochendes Wasser), wie es von Bogorodickij in Bezug auf seinen Klang untersucht wurde.” Gemeint ist Prof. Vasilij Bogorodickij (1857–1941), Doktor der Philologie., angesehener russischer Linguist. 1884 gründete er das weltweit erste Labor für experimentelle Phonetik.

Von der Breite seiner Interessen zeugt auch seine Kenntnis der Sprachen – der alten, der europäischen und kaukasischen.

In seinem letzten Studienjahr an der Universität nähert sich Florenskij den Kreisen der Moskauer und Petersburger Symbolisten an.

П.А.Флоренский и П.Н. Каптерев, «Наблюдения над стратиграцией ледяных формаций». Сковородино, 1934. Рукопись, 20 листов. Бумага, чернила. Для моих работ по мерзлоте придется смастерить какую-нибудь фотокамеру к микроскопу, чтобы закреплять для измерений и документации наблюдаемые картины почвенного скелета и ледяных связующих кристаллов» (из письма П.А.Флоренского сыну Василию от 11 декабря 1933 г. Из дальневосточной ссылки)
Pavel Florenskij und Pavel Kapterev: Beobachtungen zur Stratigration von Eisformationen, Skovorodino 1934 (Handschrift mit 20 Seiten)
“Für meine Forschungen zum Permafrost werde ich irgendeine Kamera an das Mikroskop anbauen müssen, um für die Vermessung und Dokumentation die beobachteten Bilder des Bodengerüsts und der verbindenden Eiskristalle festzuhalten.” (aus einem Brief Pavels an seinen Sohn Vasilij aus der Verbannung, 11. Dezember 1933)

Im Frühjahr 1904 schließt Pavel, einer der talentiertesten, vielversprechendsten Absolventen, mit Auszeichnung an der Universität ab. Die Professoren Šukovskij und Lachtin bieten ihm an, seine wissenschaftliche Arbeit fortzusetzen, aber der Absolvent wählt einen anderen Weg. Im September 1904 wird er Student an der Moskauer Geistlichen Akademie. Er trifft einen Altvater – den Bischof Antonij (Florensov). Nachdem er das Katechumenat durchlaufen hat, bittet der junge Mann um den Segen, das Mönchsgelübde abzulegen, doch der erfahrene Starez rät Pavel, die Moskauer Geistliche Akademie zu beenden.

Фотографии из архива семьи Флоренских. 1910-1920-е. Цифровая печать со стеклянного негатива
Aus dem Archiv der Florenskijs. 1910-1920er Jahre

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Moskauer Geistliche Akademie (bis 1814 “Slawisch-Griechisch-Lateinische Akademie”) das größte Bildungszentrum in Russland, und dies seit mehr als drei Jahrhunderten. Aus ihr waren Lomonosov, der Mathematiker Magnitskij, der Dichter und Diplomat Antioch Kantemir, und viele andere Persönlichkeiten der russischen Aufklärung hervorgegangen. Die Akademie befand sich in Sergiev Posad, innerhalb der Klostermauern der Klosters Sergius-Dreifaltigkeits-Lavra. Hier vereinen sich die besten kirchentheologischen und kulturhistorischen Traditionen – der geistliche Boden, auf dem Pavel Florenskij als orthodoxer Denker aufwächst.

Es gibt einen subtilen Charme der Lavra, Tag für Tag, an dem man sich in diese geschlossene Welt einlebt. Und dieser Charme, wärmend wie eine zarte Erinnerung an die Kindheit, macht der Lavra die Seele anverwandt, so dass alle anderen Orte von nun an fremd werden, und sie wird zur wahren Heimat, die ihre Söhne zu sich ruft, sobald diese irgendwo abseits sind. Ja, die reichsten Eindrücke abseits werden schnell trostlos und leer, wenn das Haus des Heiligen Sergius ruft. Die Unwiderstehlichkeit dieses Charmes liegt darin begründet, dass er zutiefst organisch ist. Es gibt hier nicht nur Ästhetik, sondern auch einen Sinn für Geschichte, und ein Gefühl der Seele des Volkes, und die Wahrnehmung der russischen Staatlichkeit als Ganzes, und eine schwer zu erklärende, aber unumstößliche Gewissheit: gerade hier in der Lavra bildet sich, obwohl es nicht klar ist wie, das, was im höchsten Sinne Öffentliche Meinung genannt wird. Lebendiger als anderswo schlägt hier der Puls der russischen Geschichte. Hier kommen ihre Nervenenden, Gefühle und Muskelfasern am dichtesten zusammen, hier ist Russland als Ganzes zu spüren.

in: P. Florenskij: Die Sergius-Dreifaltigkeits-Lavra und Russland, 1918.
Пропуск в ризницу Троице-Сергиевой Лавры на имя Пердседателя комиссии Павла Александровича Флоренского. 1920. Бумага, типографская печать, чернила, штемпельная краска
Passierschein für die Kleiderkammer der Sergius-Dreifaltigkeits-Lavra, ausgestellt auf den Kommissionsvorsitzenden Pavel Florenskij

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Moskauer Geistlichen Akademie im Jahr 1908 wurde P. A. Florenskij eingeladen, dort als Dozent für Philosophie zu bleiben. Später wurde er Professor, Lehrstuhlleiter für Philosophie und Herausgeber der Fachzeitschrift Theologisches Bulletin (Bogoslovskij vestnik).. Der neue Herausgeber überraschte die Leser mit seinem “Modernismus” – der Veröffentlichung von Artikeln über Zahlentheorie und andere mathematische Probleme, die seiner Meinung nach die Grundlage für die kreative Entwicklung der orthodoxen Theologie bilden könnten.

Московская Духовная Академия. Священник Павел Флоренский со студентами. Сидит третий слева – С.А.Голованенко. Стоит третий слева – А.Титов. Сергиев Посад, 15 мая 1912. Серебряно-желатиновый отпечаток
Moskauer Geistliche Akademie. Florenskij mit Studenten (u.a. sitzend rechts S. A. Golovanenko, links dahinter A. Titov. Sergiev Posad, 15. Mai 1912

Vr. Pavel machte es sich zur Aufgabe, menschliches Wissen von falscher Philosophie zu reinigen und ein System „ganzheitlicher Weltanschauung“ aufzubauen, das christliche Theologie, Philosophie, Wissenschaft und Kunst umfasst. Verkörperung dieser Aufgabe waren seine philosophischen und theologischen Werke “Die universellen menschlichen Wurzeln des Idealismus” (1909), “Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit” (1914), “Am Wendepunkt des Denkens” (1910-1929).

П.А.Флоренский. «Столп и утверждение истины». Первое издание. 1914. Бумага, типографская печать
P. A. Florenskij: Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit (Stolp i utverzhdenie istiny), Erste Auflage 1914

Florenskij lehrte 10 Jahre lang Philosophiegeschichte (1908-1918). Die erste Vorlesung “Die universellen Wurzeln des Idealismus” widmete er der religiösen Interpretation des Weltbildes von Platon. A. F. Losev, der den Beitrag Florenskijs zur Erforschung des Platonismus untersuchte, schrieb: “Er gab das Konzept des Platonismus in einer Tiefe und Feinheit wieder, die alles übertrifft, was ich jemals über Platon gelesen habe.”

In der zweiten Vorlesung „Die ersten Schritte der Philosophie“ bewies Florenskij überzeugend, dass die antike Philosophie kein primitives Phänomen, sondern Ausdruck einer komplexen und verfeinerten Kultur ist, die die Kultur der Renaissance vorwegnimmt. Florenskij betrachtete die antike Weltanschauung als synthetisch und versuchte, die Ideen der antiken griechischen Philosophen nicht nur aus philosophischer, sondern auch aus naturwissenschaftlicher Sicht zu erklären und zu rechtfertigen, wobei er sich auf die Daten der modernen Mathematik und Astronomie, der Physik und Chemie, Geologie und Meteorologie stützte.
 P. A. Florenskij wurde bei der Herausbildung religiöser und philosophischer Ansichten von dem großen russischen Philosophen V. S. Solovjev beeinflusst. Unter Hinweis auf die geistige Gemeinschaft der Weltreligionen betonte er, dass das Christentum und insbesondere die Orthodoxie die Fülle der Offenbarung verkörpern. Dabei führt der einzige Weg zur Erkenntnis Gottes über innere spirituelle Erfahrung.

П.А.Флоренский. Иллюстрация «Двойные микенские топоры». Из альбома иллюстраций к курсу классической греческой философии. 1908 - 1909. Бумага, акварель, карандаш, чернила
P. A. Florenskij: Mykenische Doppelaxt (Labrys), Illustration aus einem Album mit Illustrationen zum Kurs der Klassischen griechischen Philosophe, 1908 – 1909
П.А.Флоренский. Иллюстрация «Трезубец Посейдона по разным изображениям». Из альбома иллюстраций к курсу классической греческой философии. 1908 - 1909. Бумага, акварель, карандаш, чернила
Dreizack des Poseidon in unterschiedlicher Darstellung, ebenda
П.А.Флоренский. Из альбома иллюстраций к курсу классической греческой философии. 1908 - 1909. Бумага, акварель, карандаш, чернила
Motive griechischer Vasen, ebenda

П.А.Флоренский. Иллюстрация «Nautilus. Ваза из Микен». Из альбома иллюстраций к курсу классической греческой философии. 1908 - 1909. Бумага, акварель, карандаш, чернила
Nautilus. Vase aus Mykene, ebenda

П.А.Флоренский. Схема устройства мира. Из альбома иллюстраций к курсу классической греческой философии. 1908 - 1909. Бумага, акварель, карандаш, чернила
Darstellung des Weltgebäudes, ebenda

П.А.Флоренский. Схематическое изображение разветвления индоевропейской семьи языков. Из альбома иллюстраций к курсу классической греческой философии. 1908 - 1909. Бумага, акварель, карандаш, чернила
Schematische Darstellung der Zweige der indoeuropäischen Sprachfamilie, ebenda
П.А.Флоренский. Схема потенций сознания. Из альбома иллюстраций к курсу классической греческой философии. 1908 - 1909. Бумага, акварель, карандаш, чернила
Darstellung der Potenzen des Bewusstseins, ebenda
П.А.Флоренский. Схема территориальной миграции античной философии. Из альбома иллюстраций к курсу классической греческой философии. 1908 - 1909. Бумага, акварель, карандаш, чернила
Schema der territorialen Migration der antiken Philosophie, ebenda

П.А.Флоренский. Иллюстрация «Изображения Астарты, Афробиты и идолов по разным источникам». Из альбома иллюстраций к курсу классической греческой философии. 1908-1909
Darstellungen der Astarte, der Aphrodite und von Götzen nach unterschiedlichen Quellen, ebenda
П.А.Флоренский. Иллюстрация «Суждение. Подлежащее – сказуемое». 1920-е. Бумага, гуашь, чернила
Erörterung: Subjekt und Prädikat, Illustration aus den 1920er Jahren

Die Kirchlichkeit Florenskijs war unaufdringlich. Das Zentrum seines Weltverständnisses war die Idee von Sophia, der Weisheit Gottes, die als schöpferische Liebe des Schöpfers zur Schöpfung verstanden wurde. Die Tradition der Verehrung von Sophia, deren Erbe Florenskij war, geht auf das Alte Testament zurück. Die Lehre von Sophia spiegelt sich auch in den großen Philosophen der Antike wider – bei Platon, Heraklit, Pythagoras und Aristoteles. Die Nachfolger von Florenskij in dieser Hinsicht sind Vr. Sergij Bulgakov, L. P. Karsavin, A. F. Losev, S. S. Averincev. „Sophia ist der Anfang, in dem Gott Himmel und Erde geschaffen hat“ – diese Definition der Weisheit Gottes wurde von P. A. Florenskij gegeben.

Schritte auf dem Lebensweg von Florenskij waren die christlichen Tugenden – Demut, Glaube, Hoffnung, Liebe und die “freien Künste des Lernens” – Grammatik, Rhetorik, Logik, Mathematik, Geometrie, Musik, Astronomie, Poesie, Philosophie und Theologie. Die Philosophie oder, wie Florenskij sagte, eine wahre Liebe zur Weisheit wurde für ihn zum Symbol der Liebe zur Wahrheit und zum Synonym für Theologie.

Das Schaffen Florenskijs eröffnete dem orthodoxen Denken neue Horizonte und verband die russische Theologie des frühen 20. Jahrhunderts mit dessen modernen Formen. Basierend auf innerer spiritueller Erfahrung untersuchte Vr. Pavel die komplexesten theologischen Fragen. Seine philosophischen und theologischen Ansichten, einschließlich der Sophiologie, bewahren bis heute ihre Attraktivität: Im Gegensatz zur rationalen Scholastik weisen sie auf eine Art und Weise hin, Gott nicht in logischen Überlegungen zu verstehen, sondern in überbewusster Kontemplation und Empfindung, in einem erleuchteten Verstand und einem vergeistigten Herzen .

В.А.Комаровский. Портрет о.Павла Флоренского. 1924. Дерево, темпера, масло
V. A. Komarovskij: Portät von Vr. Pavel, 1924

Dank Vr. Pavel ist in der Geschichte des russischen theologischen Denkens ein rein christliches Verständnis der Rolle und Bedeutung von Kreativität und Kultur möglich geworden. Die Frucht der wahren Menschlichkeit, die “Knospe der Kultur”, wächst aus dem Korn des Kultes, – betonte Vr. Pavel Florenskij. Die christliche Kultur kann zu Recht als Gewissenskultur betrachtet werden, denn sie bestätigt nicht nur die Schönheit, sondern vor allem das Gute und Wahre. Sowohl die Kleriker als auch die Laien sind aufgerufen, sich an die moralische Dimension der Kultur zu erinnern. Florenskij war zutiefst davon überzeugt, dass spirituelle Kultur und Askese Synonyme sind, und bestätigte diese Wahrheit durch seine gesamte Lebensleistung.

1922 erschien das Buch “Imaginäre Größen in der Geometrie (Mnimosti v Geometrii)” von P. A. Florenskij. Mit mathematischen Extrapolationen und Paradoxien der Relativitätstheorie von A. Einstein, basierend auf der Geometrie von N. Lobačevskij, bewies er darin die Existenz einer übernatürlichen Welt, deren Mittelpunkt Gott ist. Erzpriester Alexander Men betonte, Florenskij sei gleichzeitig und unabhängig von A. A. Fridman (1888–1925) auf die Idee des gekrümmten Raums und die Theorie eines expandierenden Universums gekommen.

Брошюра П.А.Флоренский. «Мнимость в геометрии». Обложка – илл. В.Фаворского. 1922
“Imaginäre Größen in der Geometrie (Mnimosti v Geometrii)” mit einer Umschlagillustration von V. Favorskij, 1922

Im letzten Absatz des Buches werden das kopernikanische und das ptolemäische (in Dantes Göttlicher Komödie verkörperte) Weltbild nebeneinander dargestellt und Argumente zur Verteidigung der Wahrheit des letzteren vorgebracht. Florenskij schreibt über die Umkehrbarkeit der Zeit in höheren Welten und über die Möglichkeit eines Durchbruchs in diese Welt jenseits der Schwelle der Überlichtgeschwindigkeit. Das Buch war einer der Gründe, Florenskij des Mystizismus zu beschuldigen und ihn zu verfolgen.

П.А.Флоренский. Из иллюстраций к работе «Мнимость в геометрии». 1922. Бумага, ретушь
Illustration aus “Imaginäre Größen…”, 1922

In seiner Arbeit “Makrokosmos und Mikrokosmos” (1922) entwickelt Pavel Florenskij das Konzept der “idealen Verwandtschaft”, der Vernetzung und gegenseitigen Abhängigkeit von Welt und Mensch:

Der Mensch ist die Summe der Welt, reduziert auf deren Konspekt; die Welt ist die Entfaltung des Menschen, seine Projektion.

П.А.Флоренский. Из иллюстраций к работе «Мнимость в геометрии». 1922. Бумага, ретушь
Illustration aus “Imaginäre Größen…”, 1922

Basierend auf der Mengenlehre des großen Mathematikers George Cantor (1845–1918), den Florenskij hoch schätzte, umriss er klar die Bandbreite der Fragen nach numerischen Invarianten und die Theorie algebraischer Formen, bei denen die numerische Diskontinuität der Form eine charakteristische Kategorie des Denkens darstellt. Florenskij umriss die Aufgabe, die Zahl als gnostische Form zu untersuchen und den inneren Rhythmus des Kosmos, seine pythagoreische Musik, d. h. die Musik der Himmelssphären, einzufangen.

Pythagoras bezeichnete Gott mit der Zahl 1, Materie mit 2, das Universum mit 12, als dem Produkt von Ternär und Quartär ist (3 × 4); daher die Ansicht des Universums als bestehend aus drei getrennten Welten, die durch vier schrittweise Modifikationen miteinander verbunden sind und sich in zwölf Sphären entfalten.

Отдел материаловедения ГЭЭИ. Священник Павел Флоренский в лаборатории на улице Покровка. Москва, декабрь, 1929
Abteilung für Materialkunde des Staatl. Instituts für experimentelle Elektrotechnik. Vr. Pavel im Laboratorium in der Pokrovka-Straße, Moskau, Dezember 1929

Pythagoras betrachtete die Hierarchie der Geister als geometrische Regression; die Wesen, aus denen diese besteht, werden als harmonische Beziehungen dargestellt, und gemäß den Gesetzen der Musik errichtete er Weltgesetze. Später betrachtete Platon diese Wesen als Ideen und Typen. In dessen Nachfolge nannte der christliche Theologe, neoplatonische Philosoph Sinesius (5. Jhd. n. Chr.), der die Lehren von Pythagoras mit den Lehren von Platon verband, Gott “Zahl der Zahlen” und “Idee der Ideen”.

Отдел материаловедения ГЭЭИ. Священник Павел Флоренский. Серебряно-желатиновый отпечаток. На обороте оригинала надпись П.А.Флоренского: «1925.XI. П.А. Флоренский в ГЭЭИ. Снято Н.А. Цереветиновым без ведома снимателя». Москва. Ноябрь, 1925
P. A. Florenskij in der Abteilung für Materialkunde des Staatl. Instituts für experimentelle Elektrotechnik. November 1925

Florenskij entwickelt zwei Algorithmen – die Reduktion und Potenzierung von Zahlen (im Rahmen der sogenannten theosophischen Zahlenreduktion) und die Entwicklung mathematischer Begründungen für die numerische Symbolik in der Arbeit “Zahlenreduktion” (1906; 1916):

Die Zahl wird nicht nur durch einen Punkt, sondern auch durch ein Polygon dargestellt. Mittels Darstellung einer Zahl durch ein Polygon können Sie sozusagen deren interne Natur herausfinden und die Zahl unter die Lupe nehmen. Der Knospenpunkt offenbart seine Potenzen im Blütenpolygon, und was vorher im Punkt nur spekulativ verfügbar war, wird nun intuitiv-sichtbar gemacht.

In dem Artikel “Pythagoräische Zahlen” (1922), der die Phänomene des Diskreten in der Physik analysiert, kommt P. A. Florenskij zu dem Schluss, dass “die Wissenschaft zur pythagoräischen Idee der Ausdrückbarkeit von allem in ganzen Zahlen zurückkehrt”, d. h. zur pythagoräischen Mystik.

Макет прибора для решения алгебраических уравнений и интегрирования, созданный П.А.Флоренским в 1922 году. Дерево, металл
Das Modell des Geräts zur Lösung algebraischer Gleichungen und zur Integration, das 1922 von P. A. Florenskij erstellt wurde

Die Fotografie nahm im Leben Florenskijs einen außerordentlich wichtigen Platz ein. Bilder der Akropolis, antike Statuen und Flachreliefs zierten Bücherregale in seinem Büro – von der Kindheit bis in die letzten Tage war das Foto für Florenskij ein Symbol der Ewigkeit.

Еще будучи гимназистом, П.Флоренский увлекся фотографией. Первые фотографические снимки сделаны им в 1895 г. В возрасте 13 лет. Фотографии, выполненные П.А.Флореским. Конец 1890-х – начало 1900. Серебрано-желатиновые отпечатки
Bereits als Gymnasiast interessierte sich P. Florenskij für Fotografie. Die ersten Fotos wurden von ihm im Jahr 1895 aufgenommen, im Alter von 13 Jahren. Fotografie von P. A. Floreskij, Ende der 1890er Jahre – Anfang 1900.

Bereits als 15-jähriger Junge interessierte sich Florenskij während einer Deutschlandreise sehr für physikalische Geräte und insbesondere für Fotoausrüstung. In einem Brief an seinen Vater vom 13. Juni 1897 aus Dresden spricht er von dem Wunsch, “eine Maschine von besonderem Design zu erwerben, die Röntgenbilder liefert”. So erinnert sich Florenskij an seine Reise nach Georgien im Sommer 1899:

Ich bin den ganzen Tag durch die Berge geklettert, habe fotografiert, Skizzen angefertigt, meine Beobachtungen aufgezeichnet, und abends habe ich alles in Ordnung gebracht … ich musste die Platten unter großen Schwierigkeiten in den Apparat legen, bei Licht.

Einige dieser Fotos sind bis heute erhalten.

Еще будучи гимназистом, П.Флоренский увлекся фотографией. Первые фотографические снимки сделаны им в 1895 г. В возрасте 13 лет. Фотографии, выполненные П.А.Флореским. Конец 1890-х – начало 1900. Серебрано-желатиновые отпечатки

In den Briefen und Tagebüchern von P. A. Florenskij finden sich zahlreiche Hinweise auf Fotografien seiner Familie und Freunde, die er selbst in Kindheit und Jugend angefertigt hat. In seinen reifen Jahren, als er seinen Stammbaum studierte, kopierte er liebevoll und sorgfältig alte Fotografien. Als Student an der Moskauer Universität, der sich nach seiner Familie sehnte, schrieb Florenskij im September 1900 an seinen Vater:

Trost spenden nur die Fotos, die an den Zimmerwänden hängen.

Und in einem Brief an Julias Schwester im September 1903 sagte Florenskij, dass er aus Dankbarkeit für die Negative, die er dem Verlag zur Verfügung gestellt hatte, eine Zeitschrift für Fotografie erhalten habe. In der Gefängniszelle auf Solovki, wo Vr. Pavel Florenskij seine letzten Monate verbrachte, begleiteten ihn Fotografien seiner Familie und Freunde. Nach dem Abendgebet sah er sich diese Bilder an und wünschte in Gedanken seinen Nächsten Ruhe und Seelenfrieden.

Гвозди, фрагмент ключевой проволоки и ограждения. Соловки. 1930-е. Привезены в 1966
Nägel, ein Stück Schlüsseldraht und Zäune. Solovki, 1930er Jahre Aufgelesen im Jahr 1966

Die Fotografie nimmt einen bedeutenden Platz in Florenskijs visionärem Diskurs über die ferne Zukunft ein, wenn Menschen lernen, “das Universum, seine Abschnitte senkrecht zur Zeitrichtung, augenblicklich zu erfassen … und sozusagen sofortige Fotos der Welt zu machen”. In der Vorlesung „Analyse von Raum und Zeit in künstlerischen und grafischen Arbeiten“ (1924–1925) widmete Florenskij der Fotografie große Aufmerksamkeit:

Auch von einer Fotografie, die kein Kunstwerk ist, fordern wir, dass sie dem Gesetz der Frontalität folgt;

Die Momentaufnahme enthält in Bezug auf die Zeit keinen Widerspruch, und hat gerade deshalb nichts mit den spezifisch wahrgenommenen und vorstellbaren Bildern der Realität zu tun; sie ist reine Abstraktion.

Священник Павел Флоренский за работой в своем доме. Сергиев Посад, 1932. Серебряно-желатиновый отпечаток
Priester Pavel Florenskij bei der Arbeit in seinem Haus. Sergiev Posad, 1932.

Ein Ausschnitt aus dem natürlichen Raum, ein Foto als ein Stück Raum, kann nicht anders, als über seine Grenzen hinaus zu weisen, über die Grenzen seines Rahmens, weil es ein Teil ist, der mechanisch vom Größeren getrennt wurde.

schrieb Florenskij in “Die umgekehrte Perspektive” . Er verstand die Grenzen der Fotografie, als einem Handwerk, im Gegensatz zur Malerei als Kunst:

Eine Momentaufnahme oder das Bild, das bei Beleuchtung mit einem Blitz entsteht, zeigt etwas völlig anderes als das, was der Künstler darstellt, und dann stellt sich heraus, dass ein einzelner Eindruck den Prozess stoppt, sein Differential erzeugt, die Gesamtwahrnehmung aber integriert diese Unterschiede.

Der Künstler L. F. Zhegin (1892–1969) erinnerte sich daran, dass Florenskij seine Bilder wie durch ein bestimmtes Prisma oder die Linse einer Kamera bewertete:

Ihr Gemälde macht einen “thermischen” Eindruck, das heißt einen wärmenden. Eine solchen Eindruck vermitteln Objekte, die mit einem Infrarotfilter fotografiert wurden.

Die Kamera für Aufnahmen im ultravioletten Teil des Spektrums über die Grenzen des sichtbaren Teils hinaus wurde von Florenskij erfunden und 1930 zusammen mit G. Ja. Arjakas patentiert (“Gerät zum Fotografieren in unsichtbaren Strahlen”). Dieses kompakte Gerät ermöglichte es, Bilder in unsichtbaren Strahlen ohne elektrische Stromquelle in völliger Dunkelheit und geräuschlos aufzunehmen. Nach den Unterlagen der Saratower Filiale des russischen Staatsarchivs für wissenschaftliche und technische Dokumentation hieß das Gerät “Aidograph” (“der das Unsichtbare malt”).

Professor N. V. Alexandrov, der von 1930 bis 1933 am All-Unions-Institut für Elektrotechnik mit Florenskij zusammengearbeitet hatte, erinnerte sich:

Pavel Alexandrovičs Wissen war übernatürlich … Er mochte Mikrofotografie sehr. Zu dieser Zeit hatten wir die besten Mikroskope und Mikrofotoapparate des Landes. Pavel Alexandrovič hat selbst dünne Schnitte gemacht. Und er liebte auch die Fotografie.

Священник Павел Флоренский. Сергиев Посад, Серебряно-желатиновый отпечаток
Vr. Pavel Florenskij, Sergiev Posad.

In seinen Briefen verwendet Vr. Pavel häufig Vokabeln und Samples aus der Welt der Fotografie, und dies in den wichtigsten Momenten seines Lebens. Ein bemerkenswertes Beispiel ist ein Brief aus dem Lager Solovki (4.-5. Juli 1936):

Ich saß einmal in meinem Zimmer an einem großen Tisch vor dem Fenster. Es war noch hell. Ich schrieb etwas. Irgendwie habe ich dann das Bewusstsein dafür verloren und vergessen, dass ich weit weg von Tiflis bin, dass ich schon erwachsen bin. Mein Vater saß links neben mir und schaute aufmerksam zu, wie es oft der Fall war, als ich am Gymnasium war, ohne etwas zu sagen. Es war mir so vertraut, dass ich nicht besonders darauf achtete, ich fühlte mich einfach nur gut. Plötzlich wurde mir klar, dass ich nicht in Tiflis war, sondern in Posad. Ich hob meinen Kopf und sah meinen Vater an. Ich sah ihn ganz klar.

Er sah mich an und wartete anscheinend darauf, dass ich verstand, dass er es war und dass es erstaunlich war, und als er überzeugt war, wurde sein Bild plötzlich blass, wie ausgebleicht, und verschwand – er ging nicht weg, er verschwamm nicht, aber er verlor schnell seine Realität. wie ein ausgeblichenes Foto. Einige Stunden später erhielt ich ein Telegramm, das mir den Tod des Vaters mitteilte.

Фотографии, выполненные П.А. Флореским. Конец 1890-х – начало 1900. Серебрано-желатиновые отпечатки
Fotografie von P. A. Florenskij, um 1900.

Eines der wichtigsten Ergebnisse in Florenskijs Schaffen war die Rettung der historischen Heiligtümer und kulturellen Werte des Sergius-Dreifaltigkeits-Klosters vor der Zerstörung durch die Bolschewiki, das er als “Mittelpunkt der Anatomie der Kultur des ganzen Volkes” bezeichnete. Dank seiner Mitarbeit in der “Kommission für den Schutz der Kunstdenkmäler und Antiquitäten der Sergius-Dreifaltigkeits-Lavra” ist dieses nationale Erbe bis heute erhalten.

Фотография Н.В.Александрова (?) П.А.Флоренский в кабинете Всесоюзного Электротехнического института. Москва, 1931. Серебряно-желатиновый отпечаток
Vr. Pavel in einem Raum des All-Unions-Instituts für Elektrotechnik, Moskau 1931.

Das Projekt des Lavra-Museums, das P. A. Florenskij im Dezember 1918 zusammen mit P. N. Kapterev zusammenstellte, sah vor, dass die Lavra zu einem zusammenhängenden, lebendigen Museum werden sollte und als funktionierendes Kloster erhalten bleibt. Das Museum sollte die Geschichte und das Leben der Lavra in Gemälden, Zeichnungen und Fotografien umfassend präsentieren.

Florenskij war ein vortrefflicher Kenner der Kunst, erbetrachtete sie subtil und liebte sie, insbesondere die Ikonenmalerei und die Musik. Die „Dreifaltigkeit“ von Andrei Rublev war für ihn der beste Beweis für die Existenz Gottes, Mozart war sein Lieblingskomponist. Florenskij konnte die Askese eines Priesters und eines Wissenschaftlers mit der Inspiration des Dichters verbinden. Seine poetische Begabung entwickelte sich von der gnostischen zur kirchenliturgischen Symbolik, die bereits auf den Seiten seiner ersten Gedichtsammlung „In ewigem Azur“ (1907) zu spüren ist.

In seiner Arbeit „Liturgie als Synthese der Künste“ (1918) ging P. A. Florenskij auf die Frage der Liturgie (d.h. der Gottesdienste) als Manifestation einer „höheren Synthese verschiedener künstlerischer Aktivitäten“ ein – einer Synthese der Kunst, die zurückreicht zur antiken Tragödie, die Poesie, Musik und Choreografie verbindet. Florenskij verstand ihre Gemeinsamkeit und offenbarte ihre ganzheitliche Wirkung und Wahrnehmung bis hin zur „Originalität der Choreografie“, die sich in den gemessenen Bewegungen der Geistlichen zeigt, beim Heraustreten aus dem Altar, beim Beweihräuchern des Altartisches, bei Prozessionen.. Er nahm den Gottesdienst als lebendigen und ganzheitlichen Organismus wahr, dessen reales Leben in den den Formen der orthodoxen Kirchenkunst atmete, welche auf russischem Boden ihre eigenen nationalen Traditionen hat, wie zum Beispiel eine mehrstufige Ikonostase, die berühmten Gesänge usw.

П.А.Флоренский. Рукопись работы «Иконостас». Отдельные страницы. Автограф. 17 июня 1921. Бумага, чернила
P. A. Florenskij: Handschrift aus seinem Werk “Die Ikonostase”
17. Juni 1921

In Vorlesungen beim VChuTeMas (Kunsthochschule) mit dem Titel „Analyse der Räumlichkeit in künstlerischen und grafischen Werken“ (1921–1924) argumentierte P. A. Florenskij:

Es gibt keine undurchdringliche Grenze zwischen der bildenden Kunst, die als die Kunst des Raumes bekannt ist, und der Musik in ihren verschiedenen Formen, die als Kunst der reinen Zeit bekannt ist.

Im schöpferischen Erbe von Vr. Pavel stehen seine poetischen Werke an herausgehobener Stelle. Das maßgebliche “Handbuch der russischen Literatur” (London, 1985) sagt über ihn: “Wissenschaftler, Religionsphilosoph, Folklorist und Dichter”, und in der Liste der Werke von Florenskij steht die Gedichtsammlung “In ewigem Azur” (1907) an erster Stelle. In den Archiven der Familie Florenskij werden Dutzende seiner Gedichte und einige Poeme aufbewahrt: “Weißer Stein” (1904), “Eschatologisches Mosaik” (1905), “Oro” (1934). Viele seiner Gedichte sind Gebete – sowohl inhaltlich als auch formal.

Д.Иванов. Портрет П.А.Флоренского. Соловки, 193501946. Бумага, карандаш
D. Ivanov: Porträt von P. A. Florenskij, Solovki 1935

Ein Teil des dichterischen Erbes von Vr. Pavel wurde von V. A. Nikitin im Almanach “Tag der Poesie 1987” veröffentlicht, sowie auch in der Zeitschrift “Theaterleben (Teatralnaja Žizn’)” (1988, Nr. 17) und in der Zeitschrift “Literarisches Georgien” (1989, Nr. 3). Im Vorwort zu diesen Veröffentlichungen wurde eine gegenseitige Beeinflussung der „theurgischen“ Symbolik von Andrej Belyj und Pavel Florenskij vermutet. Die Korrespondenz der beiden Dichter, die aufbewahrt und später veröffentlicht wurde (dt.: “Nicht anders als über die Seele des anderen”, Edition Tertium 1994), bestätigte diese Annahme. Es ist interessant festzustellen, dass die russische Folklore, insbesondere die Volkstümlichkeit, einen spürbaren Einfluss auf Florenskijs Poesie hatte.

Вагон-церковь при санитарном поезде Черниговского дворянства. Слева направо: священни Павел Флоренский, А.К.Рачинский – предводитель Черниговского дворянства, железнодорожный служащий, заведавший устройством поезда. Москва. За Рогожской заставой, 1915
Waggon-Kirche am Sanitätszug des Tschernigower Adels. Von links nach rechts: Priester Pavel Florenskij, A. K. Rachinskij – Verteter des Adels, ein Bahnbeamter, Moskau 1915

In den Jahren 1921–1922, in der tragischen Periode der russischen Geschichte, als die Verfolgung von Christen durch die bolschewistische Führung ihren Höhepunkt zu erreichen schien – Ikonen, Schreine und andere Relikte begann man gnadenlos zu zerstören – schrieb P. A. Florenskij ein theologisches und kunstkritisches Werk: Die Ikonostase (dt: Verlag Urachhaus, 3. Aufl. 1996) – eine Apologie der Ikone. Vr. Pavel begründete überzeugend die Notwendigkeit, den Kanon der Ikonenmalerei zu bewahren, der auf dem konziliaren Geist der Kirche, auf der kirchlichen Tradition, und auf der spirituellen Erfahrung der heiligen Ikonenmaler als Garantie für die Wahrheit des Bildes basiert.

Der Hauptzweck der Ikone ist es, ein Fenster in eine andere Welt zu sein, geistig und ewig, göttlich schön. Nur in einem solchen Zusammenhang kann man den geflügelten, weithin bekannten Florenskij-Spruch verstehen:

Es gibt die Dreifaltigkeit von Rublev, also gibt es Gott.

Nur in diesem Zusammenhang kann die Bedeutung der Ikone in der Struktur des Gotteshauses und im Mysterium der Liturgie richtig verstanden werden. Dies ist viel mehr als das Verstehen der Ikone als „Krücke der Spiritualität“. Keine Krücken, sondern ein Fenster zu höheren Sphären. Das Fenster drückt die Idee des Eindringens aus, als Symbol des heiligen Raums, der von übernatürlichem Licht durchdrungen wird.

Fenster in mittelalterlichen Kathedralen mit farbigen Buntglasfenstern, die ihre Geheimnisse bis heute bewahren, sollten die Gläubigen der Schönheit des himmlischen Jerusalems näher bringen. Ein Fenster kann viele Formen annehmen. Dies ist zuallererst ein Quadrat – aber nicht das „schwarze Quadrat“ von K. Malevič . Es ist vielmehr ein Quadrat in Notenschrift, ein mittelalterlicher „Brevis“, die längste Note in der Kirchenmusik. Im Christentum ist ein Quadrat ein Symbol für die 4 Elemente, die nicht dem Tod unterliegen.

Es ist allgemein anerkannt, dass es unmöglich ist, das mathematische Problem der Quadratur eines Kreises zu lösen, d.h. ein Quadrat aus einem Kreis zu bilden, das dessen Fläche entspricht. Laut Florenskij ist diese Aufgabe in der Ikone gelöst. Die Ikone ist ein mystisches Quadrat, das dem Kreis gleicht, weil es ein Fenster zu einer anderen Welt ist. Und sie ist ein Auge, das von einer anderen Welt hierher schaut, ein Symbol der göttlichen Allwissenheit, von der ein Strahlenglanz ausgeht.

П.А. Флоренский в студенческой келье в Московской Духовной Академии. Сергиев Посад, 3 апреля 1908. Цифровая печать со стеклянного негатива
P. A. Florenskij in einem Studenten-Kelion der Moskauer Geistlichen Akademie. Sergiev Posad, 3. April 1908.

Играют в снежки во дворе дома Каптеревых, ул. Вифанская. Влева направо: Надежда (Каптерева, двоюродная сестра), П.Н. Каптерев (?), П.А. Флоренский. Весна 1906 (?). Цифровая печать со стеклянного негатива
Beim Schneeballwerfen im Hof der Kapterevs, Bethanienstraße. Von links nach rechts: Nadezhda (Kaptereva, Cousine), P. N. Kapterev (?), P. A. Florenskij.
ca. 1906.

Дилижанс в Коджоры или на Манглис (?). П.А. Флоренский стоит первый слева. Около 1896. Серебряно-желатиновый отпечаток
Postkutsche nach Kojory oder Manglisi (?). P. A. Florenskij ist erster von links,
um 1896.

В.А. Комаровский. Портрет о.Павла Флоренского. 1924. Дерево, темпера, масло
V. A. Komarovskij: Porträt von Vr. Pavel Florenskij, 1924.

Ольга Флоренская. Во дворе дома. Сергиев Посад, конец 1920-х. Цифровая печать со стеклянного негатива
Olga Florenskaja. Im Hof des Hauses. Sergiev Posad, Ende der 1920er Jahre.
Olga Pavlovna (verh. Trubaceva, 1918–1998) war die älteste Tochter von Vr. Pavel Florenskij, Botanikerin. Zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Bruder Michail und ihrer Schwester Maria zog sie zu ihrem in der Verbannung lebenden Vater nach Nishnij Nowgorod (1928) und nach Skovorodino im Fernen Osten (1943). Der Briefwechsel zwischen Vr. Pavel und ihr und den Kindern ist erhalten und veröffentlicht (dt: Meinen Kindern. Erinerungen an eine Kindheit im Kaukasus, Verlag Urachhaus 1993)

Die älteste Tochter Olga absolvierte die Fakultät für Biologie der Moskauer Universität (1946). Während des Großen Vaterländischen Krieges war sie eine Soldatin des Sanitätskommandos und bewachte das Gebäude der Moskauer Universität. 1946 heiratete sie den späteren Dirigenten und Kirchenkomponisten Sergej Trubačev. Ihr weiteres Leben galt der Erziehung von drei Kindern.. .

Мария и Ольга Флоренские. Сергиев Посад, конец 1920-х. Цифровая печать со стеклянного негатива
Maria und Olga Florenskaja, Sergiev Posad, Ende der 20-er Jahre.

Михаил Флоренский. Во дворе дома. Сергиев Посад, около 1928. Цифровая печать со стеклянного негатива
Michail Florenskij, im Hof des Hauses, ca. 1928.

Мария Флоренская. Во дворе дома. Сергиев Посад, около 1928. Цифровая печать со стеклянного негатива
Maria Florenskaja, im Hof des Hauses in Sergiev Posad, ca. 1928.
Maria Pavlovna (geb. 1924) ist die jüngste Tochter von Vr. Pavel. Ihr Rufname in der Kindheit war Tina (nach Königin Tinatin, der Heldin von Shota Rustavelis Gedicht „Der Ritter im Tigerfell“). 1934 reiste sie zusammen mit ihrer Mutter, Schwester Olga und ihrem Bruder Michail zu ihrem in der Verbannung lebenden Vater nach Fernost.

Maria absolvierte Kurse für Chemie, war langjährig in der Zagorsker Farben- und Lackfabrik tätig, nahm an geologischen Expeditionen teil. Ihr ganzes Leben lebte sie mit ihrer Mutter A. M. Florenskaja in Sergiev Posad.

Михаил Флоренский. Во дворе дома. Сергиев Посад, около 1928. Цифровая печать со стеклянного негатива
Michail Florenskij, Sergiev Posad, ca. 1928.
Michail Pavlovic (1921–1961), der jüngste Sohn von Vr. Pavel. Er fotografierte gern. Zog mit seiner Mutter und seinen Schwestern nach Fernost zu seinem Vater (1934), ihm ist das in der Verbannung geschriebene Gedicht Florenskijs “Oro” gewidmet. Von 1939 bis 1945 diente er in der Armee. Seit 1945 arbeitete er als Geologe, war Spezialist für Brunnenbohrungen und Leiter von Bohrgruppen. 1958 wurde er zum Leiter der Erdwärmestation der Akademie der Wissenschaften der UdSSR in Kamtschatka (Dorf Pauzhetka) ernannt. Er starb am 14. Juli 1961 auf einer Expedition.

П.А.Флоренский и А.М.Флоренская. Цифровая печать со стеклянного негатива. На обороте оригинального отпечатка надпись П.А.Флоренского: «Дорогой маме от Анны и Павла». Сергиев Посад, 28 марта 1911
P. A. Florenskij und A. M. Florenskaja. Auf der Rückseite des Originaldrucks befindet sich die Inschrift von P. A. Florenskij: „Der lieben Mutter von Anna und Paul.“ Sergiev Posad, 28. März 1911

Анна Михайловна Флоренская с сыном Василием. Сергиев Посад, 21 августа 1911. Цифровая печать со стеклянного негатива
Anna Michailovna Florenskaja mit ihrem Sohn Vasilij. Sergiev Posad, 21. August 1911.

Флоренские с родственниками. Слева направо: О.И.Гиацинтова (урож. Зарубина), В.М.Гиацинтов (ее муж), М.М.Гиацинтов, П.Е. Гиацинтова (его жена), А.М.Флоренская с сыном Василием, священник Павел Флоренский. Сергиев Посад, 1914. Цифровая печать со стеклянного негатива
Florenskij mit Verwandten. Von links nach rechts: O. I. Giacintova (geb. Zarubina), V. M. Giatsintov (ihr Ehemann), M. M. Giatsintov, P. .E. Giatsintova (dessen Frau), A. M. Florenskaja mit ihrem Sohn Vasilij, Priester Pavel Florenskij. Sergiev Posad, 1914.

В Тифлисе. Сидят (слева направо): Елизавета Александровна Кониашвили (урожденная Флоренская)., священник Павел Флоренский, Ольга и Георгий Григорьевич Кониашвили. Стоит Кирилл Флоренский. 25 июля 1925. Серебряно-желатиновый отпечаток
In Tiflis. Sitzend von links nach rechts: Elizaveta Aleksandrovna Koniashvili (geborene Florenskaja), Priester Pavel Florenskij, Olga und George G. Koniashvili. Dahinter Kirill Florenskij. 25. Juli 1925.

На ступенях террасы в доме Флоренских. Сидят: священник Павел Флоренский с дочерью Марией. Стоят (слева направо): Ольга, Надежда Петровна Гиацинтова, Михаил, Юлия Александровна и Анна Михайловна Флоренские. Сергиев Посад, 1932. Цифровая печать со стеклянного негатива
Auf den Stufen der Terrasse im Florenskij-Haus. sitzend: Priester Pavel Florenskij mit seiner Tochter Maria. stehend von links nach rechts: Olga, Nadezhda Petrovna Giatsintova, Michail, Julia Alexandrovna und Anna Michailovna Florenskaja. Sergiev Posad, 1932.

П.А.Флоренский и А.М.Флоренская с детьми Василием и Марией в саду дома. Сергиев Посад, 1932. Цифровая печать со стеклянного негатива
P. A. Florenskij und A. M. Florenskaja mit den Kindern Vasilij und Maria im Garten des Hauses. Sergiev Posad, 1932.

Окрестности Сергиева Посада. Слева направо: Василий и Кирилл Флоренский, ?, В.М.Гиацинтов, Михаил и Ольга Флоренские, священник Павел Флоренский, 1926. Цифровая печать со стеклянного негатива
Umgebung von Sergiev Posad. Von links nach rechts: Vasilij und Kirill Florenskij (?), V. M. Giatsintov, Michail und Olga, Priester Pavel Florenskij, 1926.

Кирилл. Флоренский. Во дворе дома. Сергиев Посад, конец 1920-х. Цифровая печать со стеклянного негатива
Kirill Florenskij im Hof des Hauses in Sergiev Posad, Ende der 20-er Jahre.
Kirill Pavlovich (1915–1982), Sohn von Vr. Pavel, trat 1932 in das Moskauer Institut für geologische Prospektion ein und arbeitete im biochemischen Labor unter der Leitung von Akademiemitglied V. I. Vernadskij; Er wurde 1942 an die Front einberufen, kämpfte von Stalingrad bis Berlin mit. Nach dem Krieg verteidigte er seinen Doktortitel über die Geochemie von Erdgasen und organisierte eine Expedition zur Untersuchung des Tunguska-Meteoriten (1958), in deren Ergebnis er die Hypothese aufstellte, dass dies eine Kollision der Erde mit einem Kometen war.

Kirill leitete das Labor für Vergleichende Planetologie (als dessen Gründer) am Institut für Geochemie und Analytische Chemie “V. I. Vernadskij” derAkademie der Wissenschaften der UdSSR. Er studierte Mondgestein; ein Krater auf der Mondrückseite und ein Mineral sind nach ihm benannt. Durch seine Bemühungen und seine Autorität wurde in den 1960-er Jahren eine systematische Veröffentlichung der Werke von Vr. Pavel Florenskij begonnen, die von den Enkelkindern – P. V. Florenskij, Abt Andronik (Trubachev), M. S. Trubacheva, T. V. Florenskaja und anderen – fortgesetzt wurde.

Образцы: губки, корень, засушеный плод из коллекции П.А.Флоренского. 1910-1920-е
Proben: Schwämme, Wurzeln, Trockenfrüchte aus der Sammlung von P. A. Florenskij. 1910-1920-er Jahre

Из личных вещей о.Павла Флоренского (саквояж). 1910-1920-е
Aus dem persönlichen Nachlass, 1910-1920-еr Jahre

Аптекарсике весы и стеклянные пузырьки, которыми пользовался П.А.Флоренский. 1920-е
Glasröhren, aus dem Besitz von P. A. Florenskij, 1920er Jahre.

Аптекарские весы и стеклянные пузырьки, которыми пользовался П.А.Флоренский. 1920-е
Apothekerwaage, von Vr. Pavel verwendet,. 1920-er Jahre.

Священник Павел Флоренский за работой над рукописью в центральной комнате дома. Рядом с ним Анна Михайловна Флоренская. Сергиев Посад, 1932. Серебряно-желатиновый отпечаток.
Priester Pavel Florenskij bei der Arbeit an einem Manuskript im zentralen Raum des Hauses. Neben ihm steht Anna Michailovna Florenskaja. Sergiev Posad, 1932.

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